
1 Einleitung
MtrH enthält keinen Membranteil und vermittelt wahrscheinlich den
Methylgruppentransfer zum Cob(I)amid (65). Aufgrund dieser Annahme ist davon
auszugehen, dass die Untereinheiten MtrA und MtrH zumindest während der
Methylübertragung in engem Kontakt zueinander stehen müssen.
MtrE besitzt neben sechs Transmembranhelices einen großen, aus 62 AS
bestehenden cytoplasmatischen Loop, welcher vermutlich eine Zink-Bindestelle
enthält (66). Aufgrund des Aminosäurerestes Asp183 in der vierten
Transmembranhelix wird angenommen, dass Untereinheit MtrE den Methyltransfer
zu CoM und damit die Na
+
-abhängige Teilreaktion katalysiert (58). Eine
vergleichbare Aspartatgruppe hat sich bei anderen Na
+
-translozierenden Enzymen
bzw. in der C-Untereinheit der E. coli-ATPase als essenziell für die Natrium- bzw.
Protonentranslokation erwiesen (67-69). Ein Modell, das den Wissensstand
bezüglich Größe, Hydrophobizität, Topologie, Cofaktorgehalt und Funktionen der
Untereinheiten einbezieht, ist in Abbildung 1.5 dargestellt (70).
Abbildung 1.5:
Zweidimensionales Modell der N
5
-Methyl-H
4
MPT:Coenzym M-
Methyltransferase (Mtr). Die Topologie der Untereinheiten entspricht der
Sekundärstrukturvorhersage. Co: Cobalt(I) in 5’-Hydroxybenzimidazolylcobamid (Vitamin B
12a
),
D: Asp183 in der Transmembranhelix von MtrA. (nach Gottschalk und Thauer (70))
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