
1 Einleitung
Methenyl-H
4
MPT-Cyclohydrolase (Mch) in N
5
,N
10
-Methenyl-H
4
MPT umgewandelt,
welches als nächstes zu N
5
,N
10
-Methylen-H
4
MPT reduziert wird (17). Diese Reaktion
wird durch zwei Enzyme katalysiert, zum einen wie in Abschnitt 1.4 ausführlich
beschrieben durch die F
420
-abhängige Methylen-H
4
MPT-Dehydrogenase (Mtd), zum
anderen durch eine F
420
-unabhängige, H
2
-bildende Dehydrogenase (Hmd), welche
ein mononukleares Eisenzentrum besitzt und einen Hydridtransfer katalysiert
(18, 19). Danach wird N
5
,N
10
-Methylen-H
4
MPT durch die Methylen-H
4
MPT-
Reduktase (Mer) mittels F
420
H
2
weiter zu N
5
-Methyl-H
4
MPT reduziert (20). Die
Methylgruppe wird schließlich durch die Methyl-H
4
MPT:Coenzyme M-
Methyltransferase (Mtr) an den dritten C
1
-Carrier Coenzym M a/jointfilesconvert/483107/bgegeben (siehe
Abschnitt 1.3). Methyl-Coenzym M wird im letzten Schritt der Methanogenese durch
die Methyl-Coenzym M-Reduktase (Mcr), welche das Nickelporphinoid F
430
als
prosthetische Gruppe enthält, zu Methan reduziert, wobei Coenzym B als
Reduktionsmittel dient und mit Coenzym M zum Heterodisulfid oxidiert wird (21).
Der Energiegewinn beim methanogenen Stoffwechselweg ist aufgrund des unter
natürlichen Bedingungen relativ niedrigen Wasserstoffpartialdrucks von 1-10 Pa
gering (∆G’ zwischen -17 und -40 kJ/mol) (22, 23). Eine umso wichtigere Rolle spielt
die Energiekonservierung, welche über chemiosmotische Mechanismen durch die
Translokation von Natriumionen erfolgt. Die membrangebundenen Komplexe der
Methyl-H
4
MPT:Coenzyme M-Methyltransferase (Mtr) (siehe Abschnitt 1.3) und der
[NiFe]-Hydrogenasen Eha und Ehb sind hieran beteiligt. Letztere nutzen den
elektrochemischen Na
+
-Gradienten (ionenmotorische Kraft) zur Reduktion von
Ferredoxin, welches bei der endergonen Fmd-Reaktion wiederum als
Reduktionsmittel dient (24, 25). Eha/Ehb spielt jedoch in Methanogenen ohne
Cytochrom für die Reduktion von CO
2
zu Methan nur insofern eine Rolle, als dass
die Kopplung der Ferredoxin- mit der CoM-CoB-Heterodisulfid-Reduktion vermutlich
nicht ganz vollständig ist. Dagegen ist der aus der [NiFe]-Hydrogenase Mvh und der
Heterodisulfidreductass Hdr bestehende Komplex (Mvh-Hdr), welcher die exergone
Reduktion des CoM-CoB-Heterodisulfids mit der Ferredoxin-Reduktion in einer
Elektronengabelreaktion koppelt, im Cytoplasma lokalisiert (12, 26). Des Weiteren
besitzen methanogene Archaeen eine natriumionenpumpende A
1
A
0
-ATPase und
einen Na
+
/H
+
-Antiporter (27, 28).
2
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